Cricket in Indien

Der Sport Cricket ist eine englische Erfindung und kann bis in die Tudorzeit (16. Jahrhundert) zurückverfolgt werden.
Die ursprüngliche Form des Spiels entstand wahrscheinlich schon wesentlich früher.

Cricket war eines der Hauptexportgüter Britanniens, das die Engländer zur Zeit des Empires als Teil der
britischen Kultur mit in ihre Kolonien brachten. Nach Indien kam Cricket mit den ersten Niederlassungen
der East India Company auf dem Subkontinent, etwa um 1700.

Cricket Regeln in Indien

Die Regeln und Spielzüge des Cricket sind komplex und in der Theorie nur schwer zu vermitteln.
Die beste Methode, Cricket kennen zu lernen, ist es, sich ein Spiel anzusehen und zwar in Begleitung
eines erfahrenen Fans. Dafür sollte man aber ausreichend Zeit mitbringen, den ein „richtiges“ Match dauert
mindestens drei Tage.
Da eine solche Spieldauer in der heutigen Zeit etwas unpraktikabel geworden ist, haben sich auch Cricket
Versionen etabliert, bei denen das Spiel innerhalb eines Tages abgeschlossen ist.

Kurz zusammengefasst:

Eine Mannschaft beim Cricket hat meist 15 Spieler.
Pro Durchgang sind von einer Mannschaft zwei Spieler auf dem Feld, von der andere elf.
Die zwei Spieler der einen Mannschaft sind die Batsmen. Jeweils einer muss den vom gegnerischen Bowler
geworfenen Ball so wegschlagen, dass er und der gegenüber positionierte Batsman die Positionen tauschen können.
Eine ganze Reihe von Ereignissen, wie etwa Treffen des hinter dem Batsman befindlichen Wicket,
fangen des geschlagenen Balls durch Feldspieler, können nun zu einem Ausscheiden des schlagenden
Batsman führen.
Dieser wird dann solange durch Spieler seiner Mannschaft ersetzt, bis alle einmal Batsman waren.
Punkte gibt es jeweils für einen gelungenen Seitenwechsel der Batsmen.

Waren die Engländer als Kolonialherren in Indien auch oft alles andere als beliebt, so fand die einheimische
Bevölkerung jedoch rasch gefallen am Cricket.
Bereits Ende des 18. Jahrhunderts gab es mehrere Cricket Clubs in Indien.
Das Spiel bot den Indern vor allem eine der wenigen Möglichkeiten, über die weißen Besatzer zu triumphieren.
Auch nach der Unabhängigkeit blieb die Beliebtheit von Cricket in Indien ungebrochen und Cricket wurde
der Nationalsport in der jungen Republik.
Der Sport ermöglicht Siege gegen Gegner, mit denen man sich sonst in Kriegen gemessen hat.
Neben der ehemaligen Kolonialmacht England sind heutzutage vor allem Siege gegen den Erzrivalen
Pakistan besonders prestigeträchtig.​​​