Kochi

Kochi, eine wichtige Hafenstadt in Suedindien

Kochi ( früher Cochin genannt )

Die Stadt Kochi liegt im südlichen Teil Indiens, im Bustestsaat Kerala. Sie wurde direkt an einem Naturhafen ( der 1341 bei einer Flutkatastrophe entstand ) erbaut, der an der Küste des Arabischen Meeres liegt. Die Hauptstadt Keralas ist Thiruvananthapuram und knapp 200 km von Kochi entfernt. Kochi ist mit etwa 600.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt in Kerala. Die Stadt Kochi ist vorwiegend auf dem Festland gelegen, jedoch auch auf ein paar kleine Inseln verlagert. Die Stadtteile Fort Kochi und Mattancherry liegen auf einer Halbinsel und Ernakulam auf dem Festland.

Kochi ist die wichtigste Hafenstadt in Kerala. Auf  Willingdon Island, das durch die Palluruth Bridge mit Fort Kochi und durch die Venduruthy Bridge mit Ernakulam verbunden ist, befinden sich mehrere große Hafenanlagen. Neben der Ausfuhr diverser Produkte, dem Schiffsbau, der Textilindustrie, dem Fischfang und der Holzwirtschaft, ist auch der Tourismus mittlerweile zu einer wichtigen Einnahmequelle geworden.

Die vielen Fähren werden als Verkehrsmittel zwischen dem Festland und den Inseln und Halbinseln genutzt. Der internationale Flughafen von Kochi liegt außerhalb der Stadt und ist dem Auto in etwa 40 Minuten zu erreichen. Die zwei Bahnhöfe in Kochi bieten eine gute Verbindung zum Rest Indiens, zudem ist Zugfahren in Indien sehr preiswert.

Die Durchschnittstemperatur in Kochi beträgt das ganze Jahr über um die 28 Grad Celsius. Das kommt daher das die Temperaturen aufgrund der Lage am Meer nur sehr minimal schwanken. Die Monsunzeit ( Regenzeit ) fängt im Mai an und dauert meist bis Ende August, jedoch gibt es hier auch von September bis Dezember immer wieder starke Regenfälle.

In Kochi leben hauptsächlich Hindus, aber auch viele Muslime und Christen. Die am meisten gesprochene Sprache ist hier Malayalam, aber auch Englisch wird von vielen Bewohnern gesprochen.

Sehenswürdigkeiten in Kochi
Die Franziskaner Kirche wurde im Jahre 1503 von Europäern aus Holz errichtet und im 16. Jahrhundert durch einen Steinbau erneuert. Sie ist die älteste Kirche die in Indien von Europäern erbaut wurde und befindet sich im Stadtteil Fort Kochi auf der Halbinsel. Die berühmten chinesischen Fischernetze sind dort ebenfalls zu finden, sie wurden angeblich im 13. Jahrhundert von chinesischen Kaufleuten eingeführt.

Im der Mitte des Stadtteils Mattancherry der Mattancherry Palast, der im 15. Jahrhundert von Portugiesen, um einen Hindu Tempel herum, erbaut wurde. Die Portugiesen machten ihm dem Raja von Kochi ( damals Cochin ) zum Geschenk und erhielten als Gegenleistung Handelsprivilegien.
Im 16. Jahrhundert wurde er von Holländer renovierten und ist seit dem auch als Dutch Palace bekannt. Mittlerweile wird er als Museum genutzt und im ersten Stockwerk befindet sich eine große Halle die mit Wandgemälden von indischen Epen geschmückt ist.
Im jüdischen Viertel des Stadtteils Mattancherry befindet sich eine Synagoge, die im 15. Jahrhundert erbaut und im 16. Jahrhundert von den Portugiesen zerstört wurde. Etwa 2 Jahre nach der Zerstörung der Synagoge begannen die Holländer mit ihrem Wiederaufbau. Heute ist die Synagoge mit chinesischen, Hand bemalten Kacheln und kunstvollen Öllampen, die von der Decke hängen, ausgeschmückt. Es gibt dort auch eine Thorarolle und Kupferplatten, auf denen Aufzeichnungen über die Privilegien der jüdischen Vorfahren zu sehen sind.
Der Bolghatty Palast befindet sich auf Bolghatty Island, einer kleinen Insel, und wurde 1744 von den Holländern gebaut.
Die portugiesische Festung Palliport wurde im 16. Jahrhundert gebaut und befindet sich auf Vypeen Island, ebenfalls eine kleine Insel, und ist durchaus einen Besuch wert.​