Shivaismus

Wer sich mit der Geschichte von Indien befasst, der muss sich mit einer Vielzahl von Religionen, die es im Lande gibt, vertraut machen. Eine davon ist der Shivaismus. Diese Religion hat ihre Wurzeln im 9. Jahrhundert nach Christus und dort war auch die Blütezeit der Religion zu sehen. Gerade in den ländlichen Gebieten von Indien kann man heute noch sehr viele Tempelanlagen, die aus dieser Zeit stammen, bewundern. Bis zum 13. Jahrhundert zählte die Religion zu der bedeutendsten in Indien und wurde erst spät vom Hinduismus usw. etwas verdrängt. Während es im Osten und Westen des Landes nicht sehr viele Anlagen aus dieser Zeit gibt, sind sie im Süden und in Zentralindien sehr häufig zu finden.

Richtungen des Shivaismus
Genau wie viele andere Religionen, haben sich auch bei dieser Religion im Laufe der Zeit einige Abwandlungen und Richtungen entwickelt. Meist war es an dem Gebiet, in welchen die Menschen wohnten gelegen, das diese Religionsformen entstanden. Beispiele dafür sind

  • Kaschmirischer Shivaismus
  • Shaiva-Siddhanta
  • die Natha-Yogis
  • die Virashaivas

Sie bilden zusammen mit den ursprünglichen Shivaismus die Basis der Religion und sind bis heute in einigen Teilen des Landes Indien vertreten. Was teilweise auch zu Problemen innerhalb der Bevölkerung führt.

Die Basis des Shivaismus
Wie jede andere Religion, hat auch diese ihre ganz bestimmte Basis. Sie soll dafür sorgen, dass die Anhänger Halt und Zuversicht erwerben können. Ein davon die die Verbundenheit von Gott mit der Menschheit und das Streben nach Einheit mit Gott. Hinzu kommt, dass das Karma eines Menschen eine große Rolle spielt und die Seele davon befreit werden muss, damit sich der Mensch besser und nach seinen Wünschen entwickeln kann. Einen großen Stellenwert bei einigen Richtungen der Religion spielt die Meditation und auch die Möglichkeit, durch diese aus dem irdischen Körper zu entfliehen, bzw. eine höhere Bewusstseinsstufe zu erreichen.​​​